| Asha on Tour | ||
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Anfang April 2002 war es soweit:
Osterferien - die Autoreise nach Andalusien stand bevor. Eine Nachfrage bei unserem Tierarzt schaffte schnell Klarheit. Die in Deutschland üblichen Impfungen reichen für eine Reise nach Spanien aus. Voraussetzung ist allerdings, daß der Hund durchgeimpft ist. Bezüglich der aktuellen Einreisebestimmungen zeigte sich sehr schnell,
daß die einschlägigen Internetseiten eine sehr große Hilfe sind. Jedoch sind
sie - wie auch die bei den Tierärzten erhältlichen Merkblätter - nicht immer
auf aktuellem Stand, da sich die Bestimmungen der Länder im Rahmen der
Normalisierungsbestrebung der EU zum Teil sehr schnell ändern. Eine Anfrage
beim örtlich zuständigen Veterinäramt, bzw. Amtstierarzt schafft hier jedoch
Klarheit. Über Bekannte und auch aus dem Internet erfuhren wir dann von den
Sandmücken, die in südlichen Ländern sehr verbreitet sind und die
gefährliche Leishmaniose verbreiten können. Eine Impfung gibt es nicht und
eine Heilung ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht möglich. Für die Fahrt sahen wir Etappen von ca. 2 - 3 Stunden Dauer vor. Überall
wurde uns geraten, den Hund vor und während der Fahrt nicht zu füttern und
stattdessen während der Fahrt Milchdrops zu geben. Außerdem muß das Tier
viel Wasser bekommen. |
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Asha bekam abends ihre gewohnte
Schlafdecke auf den Fußboden und begab sich auch zur Ruhe. Allerdings
wachten wir nachts gegen 03.00 Uhr auf, weil es im Bett etwas enger geworden
war. Asha hatte sich zu uns auf das Bett geschlichen und lag lang
ausgestreckt zwischen uns. Wahrscheinlich war sie in dem Augenblick der
glücklichste Berger auf der Welt. |
![]() Andalusien |
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"Kein Windhund" |
Asha hatte also zwei Wochen lang alle Pfoten voll zu tun,
die neue Umgebung zu erkunden. Wenn es über Ziegenpfade in die Ausläufer des
Gebirges ging, zeigte Asha ihre angeborene Geschicklichkeit an den Hängen.
Auf dem Campo bewies sie, daß sie auch in vollem Galopp noch geländegängig
ist. |
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Dabei schienen ihr die südlichen Temperaturen nichts auszumachen. Besonderen Spaß hatte sie, wenn es in eine Schlucht mit einem fast ausgetrockneten Flußbett ging. Dort jagte sie dann so schnell sie konnte durch das Wasser um anschließend einen Hang hinaufzuflitzen. Etwas Sorge hatte uns ihr Drang bereitet, alles auf Eßbarkeit zu untersuchen, d.h. alles was irgendwo wuchs oder auf dem Boden lag wurde durchgekaut. Dieses Verhalten wäre in Andalusien recht gefährlich. |
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Einerseits liegt es in der südländischen
Eigenart, Abfall - und nicht nur Hausmüll - immer noch in der freien Natur
zu entsorgen und großzügig Insektizide zu gebrauchen, andererseits wachsen
dort auch Pflanzen, die für Hunde giftig sind. |
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Auch wenn wir Besuch bekamen oder wir unsere Freunde besuchten zeigte Asha
sich als "Vorzeigehund": Gehorsam, freundlich und gleichzeitig
zurückhaltend. So war sie sogar den Spaniern, die eher ein distanziertes
Verhältnis zum Arbeitstier "Hund" haben, in den Häusern willkommen. |
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